Sylt

Installationen

Installationen


"An manchen Tagen zieht es mich aus meiner Werkstatt hinaus auf die Insel. 
Dann gönne ich mir eine meiner Installationen, Gold in der Sylter Landschaft. 
Dass sie vergänglich sind – mit der nächsten Flut zerstört, von staunenden Urlaubern 
demontiert oder im nächsten Augenblich fortgeweht – das ist mir gerade recht!"


Goldpfeile


Goldene Pfeile leuchten am Strand, Himmelszeichen gleich.

 

Am Weststrand erlebt Christoph Freier oft endlose Himmel, Momente, in denen sich Meer und Himmel zu vereinigen scheinen, in denen der Horizont nicht mehr auszumachen ist. Der Blick wandert dann in die Ferne, gebannt von der Suche nach Halt. Dies so zu erleben, inspirierte ihn zu seinen Installationen mit ‚Goldpfeilen‘. Er positionierte sie vor diesem imaginären Horizont und erzwang eine neue, ungewohnte Sehweise: Die senkrecht ausgerichteten Pfeile lenken den Blick nach oben, machen den Horizont entbehrlich. Und wieder schafft es das Gold, Blicke zu fesseln, sie durch sein Leuchten zu lenken. Pfeile sind Wegweiser, Wegbegleiter, Wegbestimmer. Ihrem Ursprung nach sind sie jedoch vor allem Waffen, seit Menschengedenken werden sie zur Jagd und bei kriegerischen Auseinandersetzungen eingesetzt. In der Objektkunst von Christoph Freier begegnen seine Pfeile stummen Zeugen ehemaligen Kriegsgeschehens – Überresten von Flakstellungen auf der Insel, Teilen von Bunkeranlagen, die der Dünensand immer wieder freigibt. Das Rantumer Becken wäre ohne die Kriegsmaschinerie nicht existent, es entstand als Flughafen für Wasserflugzeuge. Ein Pfeil markiert dort für einen kurzen Augenblick vergangene Gewalt, symbolisch trifft seine Spitze, mahnt an Geschehenes, federt einige Wimpernschläge in einer Spalte des geborstenen Betons. Nur wenig später bleibt der Platz wieder seinem eigenen Wandel überlassen.

Goldmagie



Gold und Schwarz beginnen zu verschmelzen.


Es war der Gedanke an den ewigen Wandel, der den Kunsthandwerker veranlasste, Eier zu vergolden. Sie sind für ihn Sinnbild vom Beginn eines jeden Lebens, aber auch von Unbekanntem, Überraschendem.

Er legte sie auf einer kleinen Insel
im Flachwasser aus, einem Ort,
wie geschaffen um abzuwarten,
dass ihre Schale bricht und etwas Neues
die Szene betritt, sich zu verwirklichen.

Gold

sucht

Nähe


Strandwächter